Der Verein „Recht und IT“ ist nicht auf Gewinnerzielung gerichtet. Wir wollen Themenbereiche des IT-Rechts und der Rechtsinformatik wissenschaftlich begleitet einem interessierten Publikum näher bringen. Unsere Veranstaltungen sollen den wissenschaftlichen Austausch (science2science) fördern, sind aber auch an JuristInnen in der Praxis gerichtet (science2professionals) und umfassen bei geeigneten Themenstellungen die Information der Allgemeinheit (science2public). Die wissenschaftlichen Veranstaltungen werden in enger Kooperation mit dem Projekt „Recht und IT“ an der Universität Graz veranstaltet.

Schwerpunkte

Cybercrime (weiterlesen ...)

Durch die Implementierung der Informationstechnik in faktisch allen Lebensbereichen, haben sich auch strafbare Handlungen in informationstechnische Systeme verlagert. Tatort ist immer öfter der virtuelle "Cyberspace", Tatmittel und Tatobjekte sind unkörperliche, ubiquitäre Informationseinheiten. Die schnell wachsende, global wirkende Technologie ist dabei selbst sehr facettenreich und unsicher. Damit stellen sich enorme Herausforderungen an die Rechtspolitik, die Strafrechtsdogmatik und vor allem auch an die Ermittlungstaktik und Kriminaltechnik.

Datenschutz (weiterlesen ...)

Das Datenschutzrecht gibt strenge Regeln für die Verwendung personenbezogener Daten vor. Je mehr solcher Daten von staatlichen Einrichtungen oder privaten Dritten gesammelt und ausgewertet werden, umso größer ist das Schutzbedürfnis des Einzelnen. Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in den staatlichen Verwaltungsapparat führte in Österreich bereits 1980 zur Normierung des „Grundrechtes auf Datenschutz“. Die informationstechnische Weiterentwicklung zu Big Data, Cloud Computing und zum Internet der Dinge erfordert heute ein Überdenken der datenschutzrechtlichen Grundlagen. Das zeigt sich auch in den europäischen Harmonisierungsbestrebungen um einen zeitgemäßen Datenschutz, der bei gleichzeitiger Förderung des Datenhandels die Interessen der Betroffenen ebenso sicherstellen will. Datenschutz wird aktuell überaus heftig diskutiert - nicht zuletzt wohl deshalb, weil Daten mittlerweile als das  „Öl der Informationsgesellschaft" gelten.

Digitales Urheberrecht (weiterlesen ...)

Das Urheberrecht ist ein traditionelles Rechtsgebiet, dessen Anfänge in Österreich bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Es war und ist ein Recht, das in besonderem Maß auf den technischen Fortschritt reagiert. Die Entwicklung der IT und des Internet haben das Urheberrecht maßgeblich geprägt. Hyperlinking, Filesharing, Streaming, User Generated Content sind nur einige wenige neue Nutzungsformen, die das "digitale Urheberrecht" behandelt. Nun haben die Vorgaben der Europäischen Union in Form des auf viele Richtlinien aufgesplitterten „Europäischen Urheberrechts“ das traditionelle, nationale Verständnis tiefgreifend verändert. Ob und unter welchen Bedingungen ganz alltägliche Nutzungshandlungen (wie zB das Betrachten von Video-Streams) rechtmäßig oder rechtswidrig sind, können heute oft selbst Rechtsgelehrte nicht mit ausreichender Rechtssicherheit beantworten. Manche sprechen daher von einem gravierenden Systemversagen. Resultat ist: Das Urheberrecht ist in Diskussion. Und wir wollen dazu beitragen.

E-Learning (weiterlesen ...)

E-Learning gehört inzwischen zu den zentralen Bereichen des Lehrens und Lernens im lebenslangen Lernprozess. Der Begriff des E-Learning wird an dieser Stelle allumfassend verstanden und inkludiert alle Arten von Lehr- und Lernprozessen, die durch elektronische Medien unterstützt werden. Der Bogen spannt sich dabei von „einfachen“ Lernprogrammen für Kleinkinder über „Blended Learning“ im schulischen, universitären und betrieblichen Bereich hin zu cMOOCs, welche vermehrt in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden.

Unser Ziel ist es, insbesondere die rechtlichen Aspekte des Einsatzes von elektronischen Lehr- und Lernhilfsmitteln, zu thematisieren.

Rechtsinformatik (weiterlesen ...)

Wir verstehen Rechtsinformatik als wissenschaftliche Disziplin, die sich mit dem Einsatz der Informationstechnologie (IT) im juristischen Umfeld beschäftigt und die Sachverhalte, die durch den Einsatz von IT aus rechtlicher Sicht relevant werden, erörtert.

Wir unterscheiden die Rechtsinformatik im engeren Sinn (RI ieS) von der Rechtsinformatik im weiteren Sinn (RI iwS). Wobei sich die RI ieS mit der Planung, der Entwicklung, dem Betrieb und der Nutzung juristischer Informationssysteme befasst und die RI iwS neben der RI ieS auch das IT-Recht umfasst.

Dementsprechend sind auch unsere Schwerpunkte, Aktivitäten und Veranstaltungen ausgerichtet.